TV ist out, Streaming ist in. Vor allem bei den Jungen. Erfolgreiche Spieler ziehen Fans in Scharen an und sind heute längst nicht mehr nur Gamer, sondern gleichzeitig auch professionelle Influencer. Der Boom ist nicht aufzuhalten. George Danzer, Gründer und Geschäftsführer der Ad-Plattform Youblicity nennt fünf Gründe, warum Gaming-Influencer die idealen Markenbotschafter sind.

1. Gamer erreichen eine sonst nur schwer erreichbare Zielgruppe
Für effektives Branding in einer jungen Zielgruppe rücken Gaming-Influencer zunehmend in den Fokus. Denn Videospiele sind inzwischen zu einem der wichtigsten Unterhaltungsmedien avanciert. Weltbekannte Marken und Unternehmen wie Amazon, Samsung, Coca-Cola, Nike oder Gilette witterten hier bereits ihre Chance und werben erfolgreich auf Streaming-Plattformen. Denn hier tummeln sich die schwer zu erreichenden: Die überwiegend männlichen, 18-34-Jährigen. Eine begeisterungsfähige und oft auch kaufkräftige Zielgruppe, die sich von den klassischen Medien weit entfernt hat und fast nur noch online unterwegs ist.

2. Top-Reichweite garantiert
Alleine Twitch konnte in den letzten Monaten über zweieinhalb Milliarden Zuschauerstunden messen, in der Nutzer ihren Lieblingsstreamern live dabei zusehen, wie diese sich in Spielen messen, von ihrem Tag berichten, kochen oder einfach über die Chatfunktion Zuschauerfragen beantworten. Damit lässt die Plattform Konkurrenten wie YouTube Live, Facebook Gaming oder Mixer von Microsoft weit hinter sich, welche gerade einmal bis zu einem Viertel der Zuschauerzeit erreichen. Doch auch diese Zahlen sind beachtlich, was die Plattformen und ihre Akteure extrem attraktiv für Werbekunden machen.

3. Mit kreativen Ideen sind vielfältige Kooperationen möglich
Über Werbedeals und Sponsorings lassen sich zahlreiche Produkte oder Botschaften wohl dosiert im Stream platzieren. Ein Beispiel: Der Streamer unterhält sich mit seiner Community im Live Chat über Produkte und Dienstleistungen oder stellt Produkte vor laufender Kamera vor. Vor allem integrierte Werbebanner sind vorteilhaft, da sie nicht den Stream unterbrechen und auch von Adblockern nicht gefiltert werden. Die Vorteile liegen für beide Seiten auf der Hand: Werbungtreibende erreichen je nach Streamer ein hoch interessantes Publikum, die Streamer hingegen monetarisieren als Influencer ihren Kanal.

4. Hohe Akzeptanz: Gaming Influencer sind extrem glaubwürdig
Der Erfolg vieler Streamer liegt schlicht weg darin, dass ihnen der Spaß am Streamen am Wichtigsten ist, egal ob sie damit Geld verdienen oder nicht. Zudem kommunizieren sie auf Augenhöhe mit ihren Followern und wissen genau, dass diese viel mehr, als nur ein zuschauendes Publikum darstellen. So haben sich innerhalb der vergangenen Jahre einige Streamer in Rekordzeit zu bekannten Persönlichkeiten im Internet entwickelt und die Fans lieben sie aufgrund ihrer authentischen Art. Das zeigt: Streamer, die sich um ihrer Community kümmern, schaffen sich treue Fans, die durchaus bereit sind, ihre Tipps und Empfehlungen auszuprobieren und sie unterstützen. Dazu gehört auch ein generelles Verständnis für die Notwendigkeit von Werbung.

5. Die Auswahl an Influencern ist groß
Es müssen nicht gleich Streaming-Größen wie MontanaBlack, Ninja oder Shroud sein. Es gibt durchaus auch weniger bekannte Streamer, die sich eine ordentliche Fanbase aufgebaut haben und sich als Influencer eignen. Wichtig ist, dass der Streamer zur Marke und zum Produkt passt, dass seine Tonalität stimmt und seine Community voll hinter ihm steht. Für die Auswahl ist entscheidend, dass man als Werbekunde in der Gaming-Szene authentisch rüber kommt und die Ansprache stimmt. Aus sich heraus würde das z.B. eine Versicherung nicht schaffen. Schon allein, weil sie die Sprache der Gamer nicht versteht.